Seit einem Jahrhundert besteht das älteste Auktionshaus für Philatelie in der Schweiz. Die Teilnahme von Corinphila an bedeutenden internationalen Philatelie-Ausstellungen 2026 hatte weltweit für zusätzliche Aufmerksamkeit gesorgt. Internationales Interesse spiegelte sich somit eindrucksvoll in den Corinphila-Versteigerungen vom 2. bis 6. Juni 2026 in Zürich. Mit einer hohen Beteiligung von Sammlern, Investoren und Händlern aus Europa, Nordamerika, Asien und dem Nahen Osten und starken Ergebnissen bestätigte die Auktionsserie die anhaltend starke Nachfrage nach klassischer Spitzenphilatelie.
Bei der Freiburger Versteigerung der Deutschen Briefmarken AG standen in der 11. Großposten-Auktion des Hauses umfangreiche Sammlungen und Händlerbestände im Mittelpunkt. Besonders gefragt waren weltweit angelegte Lagerbestände mit hohem Ausbaupotenzial, die bei Großsammlern und professionellen Bietern auf reges Interesse stießen.
Die bulgarischen Ausgaben der 1970er Jahre sind in ausreichenden Mengen gedruckt worden. Doch gerade in diesem Umfeld treten hin und wieder seltene und spektakuläre Abarten auf, die nicht in Katalogen erfasst sind und deshalb besondere Aufmerksamkeit verdienen.
Die erste Abart, die vor einigen Wochen von der DBA Freiburg angeboten wurde, betrifft MiNr. 2491 aus dem Satz „30 Jahre Grenzschutz“ vom 15. Mai 1976. Regulär zeigt die Marke einen Grenzer mit Fernglas und Schäferhund. Bekannt geworden ist ein senkrechtes, postfrisches Oberrandpaar, bei dem die obere Marke vollständig ungezähnt blieb, während bei der unteren Marke die obere Zähnungsreihe fehlt. Diese ungewöhnliche Kombination deutet auf eine massive Störung im Zähnungsprozess hin. Das Paar wurde mit 150 Euro angesetzt, angesichts des Hundemotivs durchaus ein nachvollziehbarer Preis.
Ein Bereich, der auch heute noch bisher unbekannte Stücke und Besonderheiten zu Tage fördert, ist das Sammelgebiet der Privatganzsachen. Die Auflösung einer bedeutenden Schweizer Kollektion bei Jean-Paul Bach präsentierte einige zuvor kaum gesehene Exemplare.
Eine Toprarität wurde vom Auktionator it den Worten angekündigt: "Wir freuen uns, Ihnen einen einzigartigen und bisher nicht katalogisierten Fund aus der letzten Zeit der Privatganzsachen anzubieten. Dieses exklusive Stück zeigt eine bislang unbekannte Privatpostkarte mit der Bezeichnung PPK 036."
Im 100. Jubiläumsjahr der Deutschen Lufthansa rücken Briefmarken und seltene Belege verstärkt in den Fokus der Luftpost- und Motivsammler. Kaum ein anderes Gebiet verbindet Technikgeschichte und Philatelie so eindrucksvoll wie die Entwicklung der zivilen Luftfahrt in Deutschland.
Eine der frühesten markanten Ausgaben ist die MiNr. 603 des Deutschen Reiches vom 6. Januar 1936 zum zehnjährigen Bestehen der Lufthansa. Die Marke zeigt das elegante Schnellflugzeug Heinkel He 70 „Blitz“, ein Symbol für Geschwindigkeit und Fortschritt, gedruckt im blauen Rastertiefdruck auf gestrichenem Papier. Gestempelt moderat bewertet, notieren Ersttagsbriefe zu deutlich höheren Preisen.
Ein Lebenswerk und Blickfang-Objekt in vielfacher Hinsicht konnte das Auktionshaus Christoph Gärtner anbieten: eine postfrische Spezial-Sammlung der Freimarkenserie "Ansichten aus dem Saarland", auch kurz als "SAAR V" bezeichnet. Basierend auf der Saar-Kollektion von Günter Ricke, umfasste sie sämtliche Wertstufen von einem Franc bis 500 Francs aus den Jahrgängen 1952 bis 1955, mit Schwerpunkt auf Marken mit Leerfeldern, Eckrandstücken mit komplettem Druckdatum und insbesondere Druckerei-Proben, sogenannte 'Épreuves de couleur' (Farbproben bzw. Vorlageblocks) und Ministerblocks ('Feuilles de luxe', Minister- bzw. Vorzugsdrucke), jeweils mit Inschrift 'Atelier de Fabrication des Timbres-Poste PARIS'.
Europas größte Sammlermesse schafft im Oktober 2026 eine hochwertige Plattform für Münzen, Medaillen und Papiergeld – mit professioneller Messeinfrastruktur und einem der größten sammleraffinen Publikumsströme des Kontinents.
Die Munich Show, seit über 60 Jahren Europas führende Sammlermesse, wagt den nächsten großen Schritt: Vom 23. bis 25. Oktober 2026 entsteht mit NUMISMATIK @ Munich Show erstmals ein eigenständiger Themenbereich für Münzen, Medaillen und numismatische Sammelobjekte auf der renommierten Herbstmesse. Für die Numismatik ist das ein Novum: eine Präsenz im Kontext einer Großveranstaltung, die Reichweite, Professionalität und Sammlerkultur verbindet.
(tb) Die Österreichische Post möchte beim Unicode-Konsortium das Emoji mit einem Postzusteller durchsetzen. Der Weltpostverein unterstützt den Antrag, auf dem jüngsten Weltpostkongress in Dubai fand er einstimmige Unterstützung. Stößt das Vorhaben im Unicode-Konsortium auf Zustimmung, kann das Post-Emoji noch 2026 auf Computern und Smartphones installiert werden.